Gehirnjogging mit dem Memo Spiel

Geposted von Willa Wunst am

Für die meisten Erwachsenen liegt das letzte Memo Spiel wahrscheinlich schon ein paar Jahre zurück. Und wer schon mal eine Memo-Partie gegen Kinder gewagt hat, dachte sich vielleicht: “Das mit dem Merken hat aber auch schon mal besser geklappt.”

Karten des Memo Spiels liegen auf einer rosa Fläche, im Hintergrund sieht man ein Paar Sportschuhe

Warum Memo spielen dein Gehirn trainiert 

Gehirnjogging, mentales Aktivierungstraining oder Brain Fitness sind alles Begriffe, die Verheißungsvolles versprechen: durch Training die Gehirnleistung zu steigern. Und auch dem Memo Spiel wird oft nachgesagt, dass sie gut fürs Gedächtnis sind. Was ist da dran?

Wer Bildpaare sucht, schult sein bildhaftes Gedächtnis. Außerdem wird die Konzentrationsfähigkeit trainiert, wenn du aufmerksam die Bilder betrachtest, um die richtigen Paare zu suchen.

Eigentlich kein Wunder, dass dieses Merkspiel Erwachsenen schwerer fällt, schwirren uns doch meist To-Do-Listen, Deadlines und andere wichtige Dinge im Kopf herum. Sich dazu noch die Motive und Positionen von Spielkarten einzuprägen, gestaltet sich ohne Übung gerne schwierig. Kinder sind beim Spielen dagegen voll und ganz bei der Sache. Sie haben außerdem einen weiteren entscheidenden Vorteil: mit 3 bis 10 Jahren haben Kinder gut doppelt so viele Synapsen wie Erwachsene! Bevor du jetzt aber frustriert das Handtuch wirfst, haben wir drei Tipps für dich, wie du dich im Memo Spielen verbessern kannst:  

     1. Nimm dir ein Beispiel

Erwachsene “rennen” meist an einem Memo Motiv nur vorbei. Während wir Bilder schnell als “Katze”, “Bagger” oder “Haus” abspeichern, bleiben Kinder sprichwörtlich stehen und nehmen alle Details wahr: Die schwarze Katze mit weißen Pfoten auf der Wiese oder das Haus mit den gelben Vorhängen in den Fenstern. Nimm dir also mehr Zeit zum Betrachten der aufgedeckten Motive. Im Falle unseres Memo Spiels: Food Edition könnte die detaillierte Beobachtung folgendermaßen aussehen: “Der Bagel mit der grünen Avocado und den Kürbiskernen auf blauem Hintergrund” oder “der Bananen-Muffin mit dem rosa Förmchen”. Beim genauen Betrachten schulst du deine Aufmerksamkeit und bringst deine Gedanken ins Hier und Jetzt.

     2. Plätze vergeben

Eine Profi-Methode, um sich Dinge besser zu merken, ist das gedankliche Zuordnen von Positionen. Beim Memo Spielen könnte das so aussehen: jede Karte in ihrer Position auf dem Tisch entspricht einer Persönlichkeit oder einem Tier. Das funktioniert besonders gut, wenn du die Memo Karten in einem sauberen Raster auf dem Tisch verteilst, verlangt aber auch viel gedankliche Vorbereitung. Wenn also das vierte Bild in der dritten Reihe für Beyoncé steht, und du dort einen Bagel aufdeckst, stellst du dir Beyoncé mit einem Bagel vor. Wenn du später den zweiten Bagel siehst, denkst du wieder an Beyoncé und findest durch deine Zuteilung vorher leichter zum ersten Kärtchen.

     3. Üben, üben, üben!

Es heißt nicht umsonst Gedächtnis-Training und Gehirnjogging. Nur wer dranbleibt, ist erfolgreich. Wiederholtes Spielen kann deine Memo Spiel Skills verbessern und dazu führen, dass du dir auf Dauer Dinge schneller merken kannst.

Wozu ist Memo Spielen noch gut?  

Mit ganz kleinen Kindern eignen sich Memo Spiele übrigens auch super zum Sprechenlernen. Die Motive werden aufgedeckt und aktiv benannt, so verknüpft sich beim Kind das Bild mit einem Wort. Aber auch Erwachsene können ein Memo Spiel so “zweckentfremden”, zum Beispiel, um die Begriffe für die Motive in einer anderen Sprache zu üben.

Wusstest du, dass auch Puzzeln deine Achtsamkeit und dein bildhaftes Gedächtnis schulen kann? Probier es doch mal mit einem unserer einzigartigen 1000-Teile Puzzles aus.

 

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